Schießwesen

Regelmäßiger Schießtermin des Hegerings Celle

Unser Hegering trifft sich jetzt jeden Mittwoch ab 14 Uhr im Schießpark Celler Land.
Sie sind jederzeit dazu herzlich willkommen.

Über eine rege Beteiligung an unseren Terminen würden wir uns freuen.

Bei Erstkontakt wenden Sie sich bitte an:
Hegeringleiter Hermann Wiltz

Schießpark Celler Land

der link zum Schießpark Celler Land.
Der Schießpark Celler Land liegt in Celle im Ortsteil-Scheuen auf dem ehemaligen Kasernengelände.
Telefon: 05086.290 271

Reservierungsanfrage Schießstände
Für alle Fragen und Buchungen können Sie das Anfrageformular auf der Website des Schießparks nutzen oder den Schießparkleiter Herrn Krafft unter 0172 20 200 70 kontaktieren.

Regelöffnungszeiten Sommer (01.04. - 30.09)

  • Freitag 12:00 - 18:00 Uhr
  • Samstag 10:00 - 18:00 Uhr

Verlängerungen sind im Sommer nach Voranmeldung möglich bis 20.00 Uhr (letzter Schuß).

Regelöffnungszeiten Winter (01.10. - 31.03)

  • Freitag 12:00 - 17:00 Uhr
  • Samstag 10:00 - 17:00 Uhr

Zusätzliche Zeiten können auf Anfrage im Rahmen der zugelassenen Schießzeiten gebucht werden.

Zugelassene Schießzeiten sind:

  • Montag bis Samstag 08:00 bis 20:00 Uhr
  • Sonntag 09:00 – 13:00 Uhr und 15:00 – bis 18:00 Uhr

Aufsichtstermine für den Hegering Celle

15.02.2020
28.03.2020
02.05.2020
13.06.2020
11.07.2020
13.12.2020

Nadelschießen Hegering Celle 2020

Das diesjährges Nadelschießen ist wegen des Corona Viruses verschoben.
Ein Termin wird noch bekannt gegeben.
Vielen Dank für Ihr Verständnis.


Vom Jagen und Schießen

Der Ackerbau als Möglichkeit der Nahrungsbeschaffung ist erst gut zehntausend Jahre alt. Erste Nachweise der Ernte von Getreide liefert die Untersuchung von Sichelglanz auf Grabbeigaben aus dem Zweistromland (10.500 Jahre alt) mit Hilfe der C-14-Methode.
Davor war der Mensch Sammler, Fischer und Jäger.

Was ist nun Jagen? - Es ist, das wissen wir aus unserer Ausbildung als Jäger, das Erlegen und Aneignen freilebender Tiere.
Wie geht das nun? Einmal durch Netze, Leimruten (Vogelherd) und Fallen oder durch Überwindung der Entfernung zwischem Jäger und Gejagtem durch ein Hilfsmittel. Sei es nun die Meute, die das Stück stellt und dem Menschen die Annäherung an das gejagte Stück Wild ermöglicht, der Beizvogel, der das Stück im Flug greift, oder ein von Menschen beschleunigter Gegenstand, der das Wildtier zur Strecke bringt.

In den Anfängen wurde in Südamerika die Bola eingesetzt, in Australien benutzte man den Bumerang, in Europa die Speerschleuder, später den Pfeil oder den Bolzen...

Heute ist durch das Bundesjagdgesetz festgelegt, daß eine brauchbare Handfeuerwaffe zu benutzen ist, wobei Kurzwaffen nur für den Fangschuß oder zur Verteidigung eingesetzt werden dürfen. Nur die Büchse (mit gezogenem Lauf als Kugelwaffe) und die Schrotflinte (mit glattem Lauf als Schocktöter) sowie Kombinationen aus beidem sind zugelassene Jagdwaffen.

Der sichere Umgang und der saubere Treffer mit den genannten Jagdwaffen bedarf regelmäßiger Übung, um eine sachgerechte Ausübung der Jagd sicherzustellen.

Vom Schießen und Treffen

Schießen im Sinne des Deutschen Jagdgesetzes ist das Beschleunigen eines ausreichend großen, d.h. auch ausreichend schweren Geschosses mit ausreichender Energie, so daß am Wildkörper genug kinetische Energie ankommt, die sich dann in Verformungs- und Zerstörungsenergie umwandelt und dem Wild einen schnellen schockartigen Tod beschert. Bei der Schrotgarbe entsteht die Schockwirkung durch die Vielzahl der treffenden Kügelchen.

Treffen ist ein besonderer Fall, sollte aber kein Zufall sein (neben dem Ziel ist ja noch sooo viel Platz!).
Dabei ist zu unterscheiden, zwischen dem Schuß auf ein stehendes Ziel und dem Schuß auf ein Ziel in Bewegung).
Der Schuß auf das stehende Ziel trifft dann, wenn Kimme Korn und Ziel bei der Schußabgabe richtig aufeinander ausgerichtet sind. Einflußgrößen sind Wind (Abtrift), Erdanziehung (Fallen der Kugel mit der Entfernung) und heftiger Niederschlag oder wegen schlechter Sicht nicht wahrgenommene Hindernisse (kleine Äste, Drähte etc.).

Um Kimme und Korn richtig auszurichten, wird die Waffe für die hierzulande gepflegte Jagdpraxis auf 100m mit 4cm Hochschuß "eingeschossen". Dazu benutzt man sinnigerweise die Munition aus dem selben Fertigungslos mit der man später auch jagd. Dadurch wird die Möglichkeit einer munitionsbedingten Trefferabweichung weitestgehend ausgeschlossen. Schützenbedingte Trefferabweichungen entstehen durch unsauberes Abziehen (seitliches Drücken oder Ziehen oder Reißen), Verspannung im Anschlag (fehlende Nullstellung) und falsche Atemtechnik.
Hilfreich ist das Nachhalten, d.h. Halten der Waffe im Ziel, bis das Geschoß die Waffe auch wirklich verlassen hat.

Beim Schießen auf ein Ziel in Bewegung kommt es darauf an, die Strecke, die das Ziel in der Zeit zurücklegt, die Geschosse oder Schrotgarben brauchen, um die Entfernung vom Schützen zum Ziel zurückzulegen, bei der Zielaufnahme dem sich bewegenden Ziel in der Bewegungsrichtung zuzurechnen. Das klappt am besten bei Mitgehen mit dem Ziel, Beschleunigen zum Überholen und Auslösen des Zündmechanismus in einem Ablauf. Wenn der Ablauf aus dem Unterbewußtsein abgerufen wird (das Unterbewußtsein arbeitet 6x so schnell wie das Bewußtsein), ist mit einem Treffer zu rechnen.

Vom Treffen und betroffen sein

Treffen ist ganz wertfrei die Annäherung zweier Körper oder deren Standpunkte. Jagdlich ist das Auftreffen einer Schrotgarbe oder eines Geschosses auf den Wildkörper gemeint. Im Idealfall hat ein Treffer das sofortige Ableben des getroffenen Wildtieres zur Folge. Das wiederum zur Folge hat, daß der Schmerz nur kurz währt und seiner Wahrnehmung eigentlich die Zeit fehlt.
Wenn schon der Jäger die Verantwortung für das Lebensende einer Kreatur übernimmt, so muß er Sorge tragen, daß das Tier nicht unnötig leidet. Das gebietet die Achtung vor dem Leben, vor der Kreatur.

Unsere Altvorderen haben diese Achtung gehabt, haben sich ihre Gedanken gemacht. Das Verbrechen des Stückes, der letzte Bissen oder das Verblasen der Strecke sind äußere Anzeichen dieser Gedanken. Ein gewisses Maß an Betroffenheit spielt auch heute in die Gedanken des naturverbundenen Jägers nach der Erlegung immer mit hinein, auch wenn sich heute viele Dinge anders darstellen als früher.

Die Verantwortung bleibt.
Dabei soll von Verantwortung für einen schlechte angetragenen Treffer garnicht gesprochen werden.